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Österreichs große internationale Kunstmesse

Willkommen zur 11. Viennafair

Die 11. Viennafair findet vom 8.-11. Oktober 2015 am bekannten und beliebten Messeplatz in der Halle A, der Reed Messe Wien statt. Wir freuen uns, als Veranstalter der Art Austria und der Art Salzburg (das Team von art-port.cc hat seit 2008 insgesamt 15 erfolgreiche Messen umgesetzt), nun diese für Wien, Österreich und Europa so wichtige Kunstmesse veranstalten zu dürfen.

Die 11. Viennafair wird auf Bewährtem aufbauen, bleibt eine „International Contemporary Art Fair“ und wird mit neuen Ideen und Konzepten Impulse am Kunstmarktplatz Wien setzen.

Neben der seit vielen Jahren voll etablierten Viennafair werden wir 2015 erstmals die Viennafair Masters umsetzen. Sie wird – räumlich und visuell klar getrennt – ungefähr 30% der Messe einnehmen und präsentiert sich als klassische „International Fine Art Fair“.
Näheres zu dieser außergewöhnlichen Kunstmesse finden Sie unter www.viennafairmasters.com

Save the date: 8.-11. Oktober 2015 täglich von 11.00 – 19.00 Uhr

Presserundgang, Preview und Vernissage am 7. Oktober 2015 nur mit persönlicher Einladung!


VIENNAFAIR SONDERSCHAU: kínēsis. Eine Studie zur Bewegung im Bild

In Zusammenarbeit mit der erfahrenen und auch international tätigen Kuratorin Angela Stief arbeitet die VIENNAFAIR an der Realisierung einer musealen Sonderpräsentation auf der Messe, die auf rund 500 m² präsentiert werden wird. Unter dem Namen „kínēsis. Eine Studie zur Bewegung im Bild“ wird Angela Stief ihren Schwerpunkt auf den Wiener Kinetismus, die 1960er-Jahre und die zeitgenössische Kunst legen.

Die Schau versammelt rund 50 Künstler und Künstlerinnen aus zahlreichen Nationen und arbeitet unter der Prämisse einer thematischen Befragung von Archiven und der Sondierung des zeitgenössischen Kunstschaffens mit dem Reichtum der österreichischen Kulturtradition und der Sammlungsbestände.
Sie zielt perspektivisch auf eine Stärkung des Kunststandorts Wien. Im Mittelpunkt der international ausgerichteten Ausstellung steht die Faszination vieler Künstler und Künstlerinnen an kinetischen Experimenten und Formen der Bewegung, die sich als Kunstobjekte manifestieren und dazu beitragen statische Bildoberflächen zu dynamisieren. Die Schau prononciert bewusst eine dem Phänomen und nicht der Chronologie verpflichtete kuratorische Methodik, und konfrontiert gewinnbringend zeitgenössische Kunstwerke mit historischen. Sie untersucht anhand von vier Zeitschnitten im 20. Jahrhundert wie sich Dynamik, Bewegung und Akzeleration in die künstlerische Topografie der jeweiligen Epoche eingeschrieben haben und zieht Querverbindungen zur Gegenwartskunst.

Angesichts konkurrierender Bildmedien wie Fotografie und Film zu Beginn des 20. Jahrhundert ist die Malerei ihrer angestandenen Abbildfunktion verlustig gegangen und musste sich neu erfinden. Künstlerische Stile wie Kubismus, Dadaismus und Futurismus versuchten durch zerklüfteten Bildaufbau, Farbwirbel und Multiperspektivität die Tradition des Mediums, erstarrte Stile und künstlerische Formalismen aufzubrechen und zu dynamisieren.

Die Schau referiert auf historische Entwicklungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts wie den russischen Konstruktivismus und den Wiener Kinetismus, in dem Künstlerinnen wie Erika Giovanna Klien und My Ullmann in den 1920er-Jahren Bewegung in eine abstrakt-geometrische Formensprache einführten, um die Vitalität der Moderne zu thematisieren. Diese Zeit findet in den großformatigen als Grisaille ausgeführten Gemälden der als Star gefeierten Amerikanerin Avery K. Singer (geb. 1987) ein spätes Echo, wobei die zeitgenössische Künstlerin ihre Bildkompositionen mittels aktueller Techniken, 3D-Grafikprogrammen und Airbrush realisiert.

In der Permutation von malerischen Bildräumen zu einer kinetisch-mechanischen Objektkunst und schließlich zu Kybernetik und Computerkunst weiterentwickelt, reflektiert sich auch die Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Der bekannteste Vertreter der kinetischen Kunst, die Mitte der 1950er-Jahren in der Ausstellung „Le Movement“ in Paris ihren Höhepunkt feierte, war Jean Tinguely. Er ersetzte in seiner maschinenähnlichen Kunst die malerische Geste durch die mechanische Bewegung und gelangte damit zu einem künstlerischen Ergebnis, das der „Weltmaschine“ des in einem kleinen Dorf in der Steiermark lebenden Franz Gsellmanns ähnelt. Gsellmann (1910-1981), der ohne Kenntnis der Kunstgeschichte und der Kunst seiner Zeit, in einem Schuppen abgeschottet von der Außenwelt sein visionäres Unterfangen verfolgte, ist ein Beispiel für die Ahistorizität der Kunst.

Die Beschäftigung von Künstlern und Künstlerinnen mit physikalischen oder mechanischen Präzisionswerkzeugen wie Apparaten und Maschinen, die Kunst machen, zieht sich durch die Kunstgeschichte und führte in den 1960er-Jahren zu Experimenten mit Computern.
Wichtige Vertreter sind Herbert W. Franke und Otto Beckmann, die die Grundlage für die Arbeit und eine Virtualisierung der Kunst mit digitalen Mitteln schufen. Künstler wie Peter Kogler entwickelten ihre Kunstwerke ab Mitte der 1980er-Jahren mit dem PC – ein Werkzeug, das heute selbstverständlicher Bestandteil der existenziellen Dispositive der Gegenwart ist und sich wie auch die kinetische Kunst den neuen paradigmatischen Gegebenheiten und medialen Rahmenbedingungen angepasst und sich entsprechend weiterentwickelt hat.

Die Ausstellung versucht, ausgehend von der Gegenwartskunst eine demiurgische Durchdringung der Geschichte von Bewegung und Wahrnehmung in der Kunst. Sie steht unter dem Motto des russischen Avantgardisten Laszlo Moholy-Nagy: „Vision in Motion – Motion in Vision“. Die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung und insbesondere deren Destabilisierung war auch das erklärte Ziel der Op-Art. Sie befasste sich im Rückgriff auf Victor Vasarély Mitte der 1960er-Jahre mit Phänomenen, die mithilfe abstrakter Formmuster und geometrischer Farbfiguren beim Betrachter überraschende oder irritierende optische Effekte, die Vorstellung von Bewegung und optische Täuschungen erzeugte. Virtuelle Formen der Bewegung erklärten sowohl die österreichischen Protagonisten der Neuen Tendenzen wie Helga Philipp und Marc Adrian als auch die deutsche Gruppe Zero zu ihrem Programm. Die Arbeiten von Pe Lang und Taube Auerbach stellen eine zeitgenössische Neuformulierung dar, die bekannte Formensprachen aufnimmt und in räumliche, multimediale Displays übersetzt.

Die Ausstellung ist der Auftakt einer die VIENNAFAIR begleitenden Ausstellungsreihe, die die kulturelle Vielfalt und den künstlerischen Reichtum Österreichs zum Ausgangspunkt einer Befragung heimischer Traditionen und zeitgenössischer Produktionsweisen machen möchte und dabei auf Leihgaben sowohl privater Sammler wie auch musealer Institutionen rekurriert. Die Befragung der Archive nach thematischen Aspekten soll jedoch nicht zu einer Affirmation der bekannten österreichischen Kunst-Geschichten führen, sondern will in einer Zeit, die die Geschichtsschreibung nach Lücken durchforstet und die Inclusion von herausragenden Einzelpositionen in die Kunstgeschichte fordert, bisher ungeschriebene Narrative entwerfen und historische Entwicklungen Generationen übergreifend querlesen. Sie fungiert als homöopathische Injektion und entwirft ein Bild abseits einer dem Surrealismus verpflichteten Ausdruckskunst und der Prävalenz von Expression und Körper.

Kuratorin: Angela Stief

Künstlerinnen und Künstler:
Marc Adrian, Marina Apollonio, Tauba Auerbach, Herbert Bayer, Otto Beckmann, Alberto Biasi, Hartmut Böhm, Martha Boto, Pol Bury, Genevieve Claisse, Toni Costa, Franco Costalonga, Carlos Cruz-Diez, Inge Dick, Angel Duarte, Marcel Duchamp, Anoka Faruqee, Herbert W. Franke, Karl Gerstner, Hansjörg Glattfelder, Lily Greenham, Franco Grignani, Franz Gsellmann, Jeppe Hein, Jiri Hilmar, Hildegard Joos, Erika Giovanna Klien, Julije Knifer, Peter Kogler, Brigitte Kowanz, Caroline Kryzecki, Alicja Kwade, Pe Lang, Julio Le Parc, Lia, Lucia di Luciano, Constantin Luser, Adolf Luther, Richard Paul Lohse, Heinz Mack, Manfredo Massironi, Dora Maurer, David Moises, Vera Molnar, Marcello Morandini, Francois Morellet, Friederike Nechansky, Gertrude Neuwirth, Hermann J. Painitz, Helga Philipp, Otto Piene, Herbert Ploberger, George Rickey, Bridget Riley, Peter Sandbichler, Alfons Schilling, Nicolas Schöffer, Avery K. Singer, Peter Skubic, Travess Smalley, Peter Sedgley, Curt Stenvert, Esther Stocker, Aleksandar Srnec, Zdenek Sykora, Paul Talman, Takis, Jean Tinguely, My Ullmann, Gregorio Vardanega, Grazia Varisco, Victor Vasarely, Nanda Vigo, Otto Wagner, Ludwig Wilding, Ryszard Winiarski

Leihgeber:

Adolf-Luther-Stiftung, Albertina, Artothek des Bundes, Beckmann Archiv, Peter Conzatti, Carlos Cruz-Diez, Inge Dick, Galerie Diehl Berlin, Sammlung Adam Dominik Krakau, Dorothee Frank, Herbert W. Franke, Siegfried Grauwinkel, Galerie Andreas Huber, Michael Klaar, Brigitte Kowanz, Galerie Krobath Wien, König Galerie St. Agnes Berlin, Landesmuseum Niederösterreich, Pe Lang, Galerie Leonhard / Spectra, LENTOS Museum, Lia, Constantin Luser, MAK, Dora Maurer, Sammlung Ernst Alexander Maier, Cocco Massimo, David Moises, MSU, Koloman Novak, Olga Okunev, Denise Rene, Daniel Roy, Peter Sandbichler, Scharitzer, Helmut Schützeneder, Nachlass Alfons Schilling, Peter Sedgley, Sexauer Gallery Berlin, Secession Wien, Gerhard Single, Peter Skubic, Galerie Martin Suppan, Lenka Sykorova, Steinböck, Universität für angewandte Kunst Wien Kunstsammlung und Archiv, Ingeborg Wilding-König u.a.

Aussteller

Wir verpflichten uns der Qualität, daher setzen wir ein großes Augenmerk auf die Auswahl der Ausstellerinnen und Aussteller. Wie schon bei unseren anderen Messeprojekten erfolgt die Auswahl nach persönlichen Gesprächen über Inhalt der Messepräsentation und nach Empfehlung von Galerien, die bereits im In- und Ausland Erfolge nachweisen können. Die Gruppe der Aussteller der 11. Viennafair wurde und wird mit viel Bedacht ausgewählt, um den Besuchern höchste Qualität zu garantieren.

Auf einer Fläche von insgesamt rund 3.870 m² wollen wir unseren Besuchern eine schlüssige und qualitativ hochwertige Gesamtpräsentation bieten, dessen Inhalte von erfolgreichen Galerien aus dem In- und Ausland geliefert werden.

Zur 11. Viennafair kann man sich bis Mitte August kostenfrei anmelden. Wir senden Ihnen auf Wunsch gerne unser Teilnahmeformular zu.
Die Teilnahme wird daraufhin von uns geprüft und ist nach rechtskräftiger Unterschrift durch die art-port GmbH gültig.
Bitte fügen Sie dem Teilnahmeformular eine kurze Beschreibung der Positionen, die Sie auf der Viennafair präsentieren möchten, bei.
Das Formular erhalten Sie auf Anfrage an info@art-port.cc.

 

Presse

OTS/APA Presseaussendung vom 2. März 2015

Viennafair 2015 vom 8.-11. Oktober 2015 in der Messehalle A der Messe Wien

Wien (OTS) – Wir freuen uns bekannt zu geben, dass die Viennafair 2015 in der Messehalle A der Messe Wien vom 8.-11. Oktober 2015 stattfinden wird.

Das Team der art-port GmbH, das bereits die erfolgreichen Messeformate Art Austria im Leopold Museum und Art Salzburg kreiert und veranstaltet, wird die Viennafair 2015 mit dem gelernten internationalen Anspruch als Alleinveranstalter umsetzen.

Die Viennafair 2015 wird sich neben einem bekannten zeitgenössischen Schwerpunkt auch als Messe für Kunsthändler unter dem Titel Viennafair Masters positionieren. Synergien zum selben Termin in derselben Halle mit überschneidender Zielgruppe sind gewünscht. Innovative Konzepte zur Einbindung von erfolgreichen Kunstquartieren, Museen und Institutionen sowie ein bestens etabliertes Sammlermarketing wird sicherlich auch 2015 die Erfolgsgeschichte der Viennafair garantieren.

Reed Messe Wien ist der Vertragspartner der art-port GmbH und hat den Namen Viennafair als Lizenz an das Messeteam in der Singerstrasse übergeben.