Sammlerfrühling in Wien - Die >VIENNAFAIR 2007< behauptet sich im internationalen Messereigen
+++ Besucherplus von rund 18% +++ Schwerpunkt CEE als Zugpferd für internationale Sammler +++ Verkäufe der Galerien sehr zufrieden stellend +++
WIEN (30. April 2007). – Im MessezentrumWienNeu ging gestern Abend (Anm.: 29. 4.) die dritte Ausgabe der internationalen Kunstmesse für zeitgenössische Kunst >VIENNAFAIR< zu Ende. Wie bei den beiden vorangegangenen Ausgaben lag ein Fokus auf den Ländern des Zentral-, Süd- und Südosteuropäischen Raums (CEE). Von den 107 ausstellenden Galerien (2006: 106) waren 27 aus den Schwerpunktländern nach Wien gekommen. Dank dieser konzeptionellen Ausrichtung hat sich die von Reed Exhibitions Messe Wien organisierte >VIENNAFAIR< mit ihrer dritten Ausgabe definitiv im internationalen Reigen der Kunstmessen als Fixpunkt für Sammler, Kunstkenner und Medienvertreter aus aller Welt etabliert. Insgesamt wurden am Preview-Tag (25. April) und während der vier Messetage (26. bis 29. April) 14.753 Besucher registriert, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von erfreulichen 18,8 Prozent bedeutet (2006: 12.417). „Wir haben hohe Erwartungen in die dritte Ausgabe der >VIENNAFAIR< gesetzt; und diese wurden erfüllt. Denn der neuerliche Besucherzuwachs wie auch die Verkaufszahlen der Galerien bestätigen unser Konzept, mit dem Schwerpunkt CEE (Central Eastern Europe) eine hoch interessante und überaus dynamische Angebotsnische anzubieten“, zieht DI Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer der Reed Exhibitions Messe Wien, eine positive Bilanz der Messe. „Wir können uns über einen in den letzten drei Jahren kontinuierlichen Zugewinn - sowohl was Besucher vor Ort als auch die extra zur >VIENNAFAIR< anreisenden Sammler aus aller Welt betrifft - freuen“, präzisiert Messeleiterin Daniela Hinterhölzl. „Das ist eine Entwicklung, die für die Zukunft noch einiges an Potenzial verspricht.“
Erfreut zeigt sich auch Edek Bartz, Exhibition Director und künstlerischer Leiter der >VIENNAFAIR<, der gemeinsam mit dem Fachbeirat in der Auswahl und Zusammenstellung der Galerien erneut Treffsicherheit und Geschick bewiesen hat. „Ich bin müde, aber glücklich. Die zahlreichen Gratulationen zur erfolgreichen >VIENNAFAIR 2007< von Seiten der Galeristen, Sammler und Gäste aus dem In- und Ausland ließen mich die Anstrengungen der Vorbereitungszeit vergessen. Die >VIENNAFAIR 2007< war eine Punktlandung!“, so Edek Bartz. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der >VIENNAFAIR< leisteten ebenso die zahlreichen Förderer und Sponsoren, aber auch die zahlreichen namhaften österreichischen Galerien, die mit ihrem internationalen Programm die Säulen der >VIENNAFAIR< bilden.
Gute Erfolge der Galerien
„Fast wie bei der Vernissage!“, so voll war die Halle A des MessezentrumWienNeu noch kurz vor Messeschluss um 18.00 Uhr am Sonntag, den 29. April. Der Galerist, der das erstaunt feststellte, stand zufrieden vor seinem Messestand und konnte sich neben dem großen Publikumsinteresse auch über einen guten Umsatz während der vier Messetage der >VIENNAFAIR 2007< freuen. „Viele Galerien in Berlin warten schon gespannt auf unseren Bericht aus Wien, und der wird entsprechend positiv ausfallen“, bestätigt auch Andreas Wiesner von der Galerie Kunstagenten die Richtigkeit der Entscheidung, statt Köln oder Düsseldorf auf Wien als Messestandort zu setzen. Neben einigen Arbeiten von Thorsten Brinkmann konnte die Galerie bei ihrer ersten Teilnahme bei der >VIENNAFAIR< auch gleich fünf der sechs mitgebrachten Arbeiten des jungen Lars Teichmann zu Preisen von 4.600,-- bis 6.500,-- Euro absetzen. Überrascht von der Offenheit der heimischen Sammler war auch die Galerie U7 aus Frankfurt, die schon am Vernissagenabend eine Installation von Simona Galeckaité in eine österreichische Privatsammlung vermittelte. Kauffreudig zeigten sich auch Österreichs institutionelle Sammler: Agnes und Karlheinz Essl erwarben ein Werk von Thilo Baumgärtel (o.T. 2007, 200 x 250 cm, 45.000,-- Euro) bei der Wilkinson Gallery (London), Reinhard Platzer, Vorstandsvorsitzender der Kommunalkredit Austria AG entschied sich im Rahmen des >VIENNAFAIR<- ANKAUFSPOOL für zwei Arbeiten von Andreas Leikauf bei der Galerie Ernst Hilger und für eine Arbeit von Alexandra Huber bei der Galerie Chobot für die Sammlung der Kommunalkredit. Ariane Neuberger platzierte ihr Ankaufsbudget von 20.000,-- Euro für die Sammlung der Bank Austria bei der Galerie Chobot und der Galerie Hohenlohe mit Werken von Otto Zitko und Michael Kienzer. Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina kaufte bei der Berliner DNA Galerie eine Zeichnung von Brigitte Waldach (4.500,-- Euro) und MUMOK-Direktor Edelbert Köb investierte den Ankaufsfonds, den das Unternehmen Mondi Packaging dem MUMOK für die >VIENNAFAIR< zur Verfügung gestellt hatte in Arbeiten aus Kamen Stoyanovs Präsentation bei der Galerie Dana Charkasi in der ZONE1. Zusätzlich wählte Köb den in Bulgarien geborenen und in Wien lebenden Künstler für eine Ausstellung im MUMOK.
CEE-Schwerpunkt als Zugpferd für Sammler und Kuratoren
Besonders der mit 27 Galerien dicht besetzte CEE-Schwerpunkt der >VIENNAFAIR< erwies sich als attraktiver Anlass für internationale Sammler, der Wiener Kunstmesse einen Besuch abzustatten. „Wir haben hier in Wien wichtige neue Kontakte mit Sammlern und Kuratoren schließen können, und auch alle unsere Kunden aus den letzten Jahren sind wieder auf die Messe gekommen“, zieht Aneta Marcinkowska-Muszynska von der Warschauer Program Gallery eine positive Bilanz. Für die Photon Galerija aus Ljubljana, Slowenien, war die >VIENNAFAIR 2007< die erste Messeteilnahme überhaupt, ebenso für die F.A.I.T. aus Krakau, Polen. Und beide zeigen sich erfreut über das hohe Interesse des Publikums. „Mit den Verkäufen in Wien können wir jetzt endlich wichtige Investitionen in der Galerie finanzieren“, unterstreicht Zuzana Janin die Bedeutung der Kooperation der >VIENNAFAIR< mit der ERSTE BANK, die als Hauptsponsor die Messeteilnahme von 15 osteuropäischen Galerien unterstützt hat.
Wien als Marktplatz für Kunst nachhaltig positioniert
Besonders profitieren von den vielen internationalen Sammlern konnten auch die Wiener Galerien, die im Rahmen der Messetage einen gemeinsamen Abend mit Eröffnungen und Sonderpräsentationen sowie einen Brunch veranstalteten. „Wir haben sowohl auf der Messe als auch in der Galerie verkaufen können“, bestätigen die Beiratsmitglieder Dr. Ursula Krinzinger, Rosemarie Schwarzwälder und Mag. Gabriele Senn einhellig die Bedeutung der >VIENNAFAIR< für den Wiener Kunstmarkt. Aber auch die Galerien aus den Bundesländern können mit ihrer Teilnahme zufrieden sein. Patrick Ebensperger verkaufte eine 185 x 416 cm große Zeichnung von Hauenschild/Ritter (21.000,-- Euro) und ist in Verhandlungen um ein noch größeres Projekt. Die Galerie Thoman konnte eine Arbeit von Günther Förg um 36.000,-- Euro abgeben. Die Galerie Tazl fand einen Interessenten für Yves Kleins Edition „Nike von Samothrake“, und die Galerie Schmidt feierte den jungen Martin Pohl mit mehreren verkauften Arbeiten als Entdeckung der Messe.
Preis für die beste Standgestaltung:
layr:wuestenhagen contemporary
Mit reichlich Beifall wurde auch die Jury-Entscheidung zum von der Wirtschaftskammer Wien ausgeschriebenen Preis für den attraktivsten Messestand aufgenommen. Er wurde der Wiener Galerie layr:wuestenhagen contemporary zugesprochen. Der Jury hatten KommR Michael Hochenegg, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien, Dr. Agnes Husslein-Arco, Direktorin der Österreichischen Galerie Belvedere, Dr. Gerald Matt, Direktor der Kunsthalle Wien, und die Kunstkritikerin Nina Schedlmayer („Profil“ und „artmagazine“) angehört.
Gewinner der ZONE1: Kamen Stoyanov
Die nächste, mit Spannung erwartete Entscheidung traf dann im Rahmen der Professional Preview wenige Minuten später eine Jury unter dem Vorsitz von Edelbert Köb, Direktor des MUMOK (Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien). Er wählte aus der ZONE1 den in Bulgarien geborenen und in Wien lebenden Kamen Stoyanov, präsentiert von der jungen Galerie Dana Charkasi, für eine Ausstellung im MUMOK. Außerdem entschied er sich dafür, dessen Installation im Rahmen des Ankaufsfonds, den das Unternehmen Mondi Packaging dem MUMOK für die >VIENNAFAIR 2007< zur Verfügung gestellt hatte, für die Sammlung des Museums anzukaufen.
Marschrichtung für 2008: Erfolgsweg konsequent weitergehen
„Der Erfolg der >VIENNAFAIR 2007< ist für uns ein Ansporn für die nächste Edition im Jahr 2008 und wir werden uns sehr bemühen, die positive Entwicklung fortzuführen“, gibt Edek Bartz, der Exhibition Director der >VIENNAFAIR< den Weg für die kommende Messe vor. (+++)
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